Die Förderung “eRide” der österreichischen Bundesregierung ist ausgebucht und wird angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und budgetären Situation in Österreich wohl auch nicht so schnell zurück kehren.
Deshalb ist es für Private aktuell finanziell wenig sinnvoll viel Geld in die Hand zu nehmen um eine fixe Wallbox zu installieren. Sie brauhcen Elektriker und immer öfter Genehmigungen. Vor allem in Mehrparteienhäusern ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Mobile Wallboxen als Retter
Die mobilen Wallboxen stehen den fix installierten um nichts nach. Sie haben sogar mehr Vorteile gegenüber fix installierten. Ja, sehen fixe Wallboxen besser aus? Geschenkt! Natürlich tun sie das. Aber diese sind fix. Man kann sie nicht mitnehmen und erfordern viel Aufwand bei der Installation.
Hier schlagen die Mobilen zu. Denn sie kann man nicht nur in den Urlaub mitnehmen, sondern auch überall dort anstecken, wo es eine sogenannte “rote Drehstromdose” gibt. Das macht sie, in meinen Augen, so viel besser als die fix Installierten.
Neben den geringeren / keinen Installationskosten (sofern eine rote CEE Dose vorhanden ist), sind die Wallboxen per se günstiger als die Fixen.
Vorraussetzungen
Wie eingangs schon erwähnt: Du brauchst für die CEE Starkstromsteckdose drei phasigen Starkstrom (16 Ampere für 11 kW und 32 für 22 kW) und die passende mobile Wallbox. Sie muss natürlich entsprechend abgesichert sein. Hierzu musst du unbedingt deinen Elektriker fragen. Eines ist aber sicher: Die Installation solch einer Starkstromsteckdose in der Garage oder am Stellplatz bedarf deutlich weniger Aufwand, denn in der Regel brauchen die fixen Wallboxen eigene Fi-Schalter: Typ A-EV. Und die kosten richtig Geld.
Mein Favorit: go-e Charger Gemini flex

Foto © go-e
Das ist keine bezahlte Werbung (aber he! go-e meldet euch gern bei mir!), denn ich habe mir den Gemini flex selbst geholt. Nämlich beim Verbund um 550€. Bestpreis, mit Abstand.
Jedenfalls. Der go-e Charger Gemini flex ist nicht nur ein österreichisches Produkt, sondern obendrein ein Gutes. Und das sollte das wichtigste Qualitätsmerkmal sein. Nicht die Herkunft, ist ein Bonuspunkt, sondern das Produkt muss überzeugen, funktionieren und mit smarten Features auftrumpfen. Und das tut der flex. Die mobile Wallbox kennt Spotpreis-Tarife, kann 1, 2 oder 3 phasig laden und so weiter. Wenn man noch eine Sonderaufgabe lösen (ist keine Pflicht) und Bonuspunkte sammeln möchte, kann man nocht den Controller von go-e installieren. Dieser unterstützt dann beim Überschussladen und so weiter. Ich habe das bei mir zuhause anders gelöst. Dazu wird es aber noch einen eigenen Artikel geben. Zum go-e sowieso. Dieser Artikel soll nur einige Produkte vorstellen, die ich für brauchbar halte.
Hohe Bekanntheit: Juice Booster

Foto © Juice Technology
In besonders hoher Bekanntheit badet sich der Juice Booster von Juice Technology. Das schweizer Unternehmen hat eine mobile Wallbox der ganz besonderen Art erfunden: Hohe Widerstandsfähigkeit. Und so wird er auch beworben. Ein schweres E-Auto fährt über das Teil, es wird Wasser, Schnee und Hitze ausgesetzt und trotzdem bringt es seine versprochene Leistung. Toll ist auch, dass das Teil viele Adapter auf die unterschiedlichsten Anschlüsse bietet. Von der Haushaltssteckdose bis zur eingangs erwähnten CEE Steckdose ist alles dabei. Das kostet auch allerdings. Im Unterschied zum go-e Charger, ist der Juice Booster tatsächlich als mobile Wallbox einsetzbar und entsprechend eben auch robost konzipiert worden. Auch das Teil ist absolut empfehlenswert.
Die Chinesen
Gibt man bei Amazon “mobile Wallbox 11 kW” ein, so bekommt man eine unzählbare Zahl von ebensolchen Produkten angezeigt. Und das mittlerweile unter 200€. Viele von den Geräten haben auch hunderte Bewertungen und schaffen es damit auch auf 4,6 Sterne, die dieser Kandidat hier: https://amzn.to/4sz3QAz*

Eine mobile 11 kW Wallbox um unter 200€
Das Teil scheint also zu funktionieren. Sie kommt sogar mit einem Schuko-Adapter daher. Praktisch. Das Kabel ist 7 Meter lang. Auch praktisch. Der Hersteller packt außerdem diverse Halterungen hinzu, wenn man einen fixen Ort für die mobile Wallbox vorgesehen hat.
Da stellt sich dann doch die Frage: Warum sollte ich dann um über 500€ einen go-e Charger kaufen? Diese Frage kann ich insofern beantworten als, dass die Qualität der eingesetzten Komponenten beim go-e Charger wahrscheinlich besser sind und obendrei die Software dahinter das Gerät auszeichnet, als eine quasi dumme: Ein-Aus Wallbox. Und das sind in der Regel all diese aus China. Für jemanden, der nur sein Auto anstecken und laden möchte, reichen diese Teile. Für diejenigen wie mich, der möchte dann schon mehr Möglichkeiten haben und diese bietet go-e einfach.
Fazit
Wer auf eine fest installierte Wallbox verzichten kann, bekommt aktuell eine heerschar an mobilen Wallboxen. Und das für jede Gelbbörse. Von unter 200€ bis etwas über 1700€ ist alles dabei. Dafür brauchst du keine Förderung und landest preislich, wenn du so eine China-Variante, deutlich unter dem, was eine Wallbox mit Förderung gekostet hätte.
Deshalb mein Tipp an alle, die sich überlegen eine Wallbox zu installieren, aber respekt vor den Kosten haben: Holt euch eine mobile Wallbox. Ist nicht nur günstiger, sondern auch praktisch, wenn man mal etwas länger unterwegs sein sollte (Urlaub) bzw. hat damit auch eine Notlösung, sollte die Infrastruktur am Zielort etwas suboptimal sein.
Hast du eine Wallbox? Eventuell sogar eine Mobile? Lass es mich wissen!
Bis bald,
Marijan
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